Rotationsbrachen

Rotationsbrachen werden in die Fruchtfolge integriert und werden mit einheimischen Ackerwildkräutern eingesät.

Ihre Blüte verschönert das Landschaftsbild von Frühling bis Herbst. Die Bodenbedeckung schüzt während dem ganzen Jahr vor Erosion. Feldlerchen und Hasen finden in Rotationsbrachen Ruhe und Nahrung für die Aufzucht ihrer Nachkommen. Zudem beherbergen sie eine Vielzahl an Tieren; darunter Nützlinge wie Schwebefliegen, Marienkäfer, Laufkäfer oder Spinnen.

Wichtigste Voraussetzungen und Auflagen gemäss DZV

Qualitätsstufe I

Standort

 

  • Nur Talgebiet (TZ, HZ)
  • Vor der Aussaat als offene Ackerfläche genutzt (Kunstwiese ausgeschlossen) oder mit Dauerkulturen belegt

 

Streifenbreite

 

  • -

 

Ansaat

 

  • Vom BLW empfohlene Saatmischungen mit einheimschen Wildkräutern oder -gräsern verwenden
  • Zwischen 1. September und 30. April

 

Düngung

 

  • Keine

 

Pflanzenschutzmittel

 

  • Keine, höchstens Nesterbehandlung (einige m2 !) von Problempflanzen möglich

 

Pflege

 

  • Schnitt zwischen 1. Oktober und 15. März erlaubt
  • Mulchen möglich

 

Verpflichtungsdauer

 

  • 1-jährige Rotationsbrache: Umfruch frühestens 15. Februar des dem Beitragsjahr folgenden Jahres
  • 2- bis 3-jährige Rotationsbrache: Umbruch frühestens 15. September des zweiten bzw. dritten Beitragsjahres

 

Ausschlusskriterien

 

  • Winde: Deckungsgrad mehr als 33 % der Gesamtfläche oder
  • Quecke: Deckungsgrade mehr als 33 % der Gesamtfläche oder
  • Totaler Grasanteil (inkl. Ausfallgetreide): Deckungsgrad im 1. bis 4. Standjahr >66 % der Gesamtfläche oder
  • Blacke: mehr als 20 Pflanzen pro Are oder
  • Ackerkratzdisteln: mehr als 1 Nest pro Are (=5 Triebe pro 10 m²) oder
  • Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia): Nulltoleranz (Melde- und Bekämpfungspflicht)

 

Beiträge

 

 

Geeignete Standorte

 

  • Nährstoffarme, steinige und sonnige Standorte
  • Keine oder wenige Problempflanzen

 

Massnahmen für Flora und Fauna

 

  • Möglichst lange am selben Standort lassen
  • Nicht schneiden (mulchen)
  • Nicht entlang einer stark befahrenen Strasse anlegen

 

Last update : 05.02.2018