Projektfinanzierung

Welche Beiträge werden ausgerichtet?

Die Vernetzungsbeiträg für Biodiversitätsförderflächen (BFF) sind in den kantonalen Richtlinien aufgeführt. Die Höhe der maximal vom Bund unterstützten Beitärge sind der Direktzahlungsverordnung (DZV) zu entnehmen. Der Bund übernimmt 90 % der Beiträge, der Kanton ist für die restlichen 10 % zuständig.

Vernetzungsbeiträge werden nur für Flächen ausgezahlt, die gemäss den Anforderungen des Vernetzungsprojekts (qualitative Umsetzungsziele) bewirtschaftet werden. Dies gilt auch für BFF der Qualitätsstufen II und III. Andere BFF können zwar an den geforderten Flächenanteil an BFF angerechnet werden, erhalten aber keine Vernetzungsbeiträge.

Welche Kosten entstehen?

Die DZV sieht keine Finanzierung der Projektierung und Umsetzung des Vernetzungsprojektes vor.

Die Kosten eines Projekts variieren je nach:

  • der Grösse des Projektgebiets (Fläche, Anzahl Bewirtschaftende,usw.)
  • der Verfügbarkeit von Daten im Perimeter (kommunale und kantonale Inventare, usw.),
  • den Leistungen von Projekt-Teilnehmenden, der Arbeit von beauftragten Fachleuten, der Freiwilligenarbeit, usw.,
  • Synergien mit anderen Projekten (Meliorationen, LEK, usw.).

Einsparungen sind möglich bei:

  • Zusammenlegungen von Perimetern (senkt die Kosten für die Erarbeitung pro Betrieb),
  • Eigenleistungen von Projekt-Teilnehmenden beispielsweise im Bereich:
    • der Projektorganisation (Arbeiten rund um Sitzungen und Begehungen, Abrechnung),
    • der Datenaufnahme betreffend BFF und naturnahen Lebensräumen,
    • der einzelbetreiblichen Beratung,
    • des Abschlusses von Vereinbarungen,
    • der Umsetzungskontrolle,
    • der Wirkungskontrolle bei einzelnen Arten (nach Schulung),
  • Nutzung von Synergien kann Kosten einsparen bei der Ausarbeitung oder der Finanzierung spezieller Massnahmen.

Die Inanspruchnahme von Fachleuten kann nützlich sein für:

  • das Zusammentragen und Analysieren von Grundlagen,
  • die Auswahl der Ziel- und Leitarten,
  • die Auswahl von Zielen und Massnahmen, sowie die Ausarbeitung der Projektdokumentation,
  • die einzelbetriebliche Beratung,
  • die Begleitung der Umsetzung,
  • die Wirkungskontrolle bei ausgewählten Tieren und Pflanzen,
  • die Erstellung des Zwischen- und Endberichts.

Es empfiehlt sich, zum Vergleich mehrere Offerten einzuholen.

Welche Finanzquellen sind möglich?

Es gibt verschiedene Finanzierungsarten:

  • der Kanton, die Gemeinde oder Private können gewisse Auslagen übernehmen
  • die Projekt-Teilnehmenden können die Finanzierung sicherstellen (z. B. indem ein Teil der Beiträge in eine Gemeinschaftskasse fliesst, mit der die Ausarbeitung und/oder die Projektbegleitung bezahlt wird. Hierfür ist eine schriftliche Einverständniserklärung der Bewirtschaftenden erforderlich),
  • Firmen oder lokale Vereine können auch Teile des Projektes z. B. spezielle Massnahmen, oder auch das ganze Projekt finanzieren.
Last update : 06.02.2018