Streueflächen

Streueflächen sind Wiesen auf Feucht- und Nassstandorten, deren Schnittgut meist als Streue und ausnahmsweise als Futter verwendet wird.

Pfeifengras, verschiedene Sauergräser und Sumpf-Schachtelhalm sind charakteristische Pflanzen der Streueflächen. Obwohl diese Flächen nicht sehr artenreich sind (ca. 20 Pflanzenarten), sind sie von grossem ökologischem Wert. Tatsächlich kommen gewisse Arten nur in diesem Lebensraum vor, wie der Lungenenzian oder gewisse Heuschreckenarten, die auf der roten Liste stehen.

Wichtigste Voraussetzungen und Auflagen gemäss DZV

Qualitätsstufe I

Anrechenbare Fläche

     

     

     

    • Gesamte Fläche

    Düngung

     

    • Keine

     

    Pflanzenschutzmittel

     

    • Keine

     

    Nutzung

     

    • Maximal 1 Schnitt pro Jahr, mindestens 1 Schnitt pro 3 Jahre, ab 1. September
    • Keine Herbstweide
    • Mulchen verboten
    • Abführen des Schnittguts obligatorisch
    • Schnittgut nur ausnahmsweise als Futter nutzbar
    • Ast- und Streuehaufen als Unterschlupf für Tiere erlaubt

     

    Verpflichtungsdauer

     

    • Nach Anmeldung mindestens 8 Jahre ohne Unterbruch am gleichen Standort

     

    Neuansaat

     

    • Mit kantonaler Bewilligung erlaubt für Wiesen mit unbefriedigender botanischer Zusammensetzung mit Heugras- oder Heudruschsaat oder empfohlenen Standardmischungen

     

    Qualitätsstufe II

     

    • Beurteilung der biologischen Qualität der Flora mit einer Liste von Zeigerarten: für die erforderliche Mindestqualität muss die Fläche 6 Zeigerarten beherbergen.
    • Einsatz von Mähaufbereitern verboten

     

     

    • Es handelt sich um Flachmoore, Amphibienlaichgebiete oder Trockenwiesen und -weiden von nationaler Bedeutung
    • Der Schutz der Inventarfläche und der dazugehörigen Pufferzone muss mit einer Vereinbarung zwischen dem Kanton und dem Bewirtschafter sichergestellt sein und die vereinbarten Bewirtschaftungsauflagen müssen erfüllt sein

     

    Beiträge

     

     

    Geeignete Standorte

     

    • Feuchte oder nasse, nährstoffarme Böden
    • In der Nähe von anderen Streueflächen, Mooren, Tümpeln, Teichen, entlang von Wasserläufen, Waldrändern oder anderen BFF

     

    Massnahmen für Flora und Fauna

     

    • In Streifen oder von innen nach aussen mähen, sodass Tiere entweichen können
    • Bei jedem Schnitt Rückzugsstreifen stehen lassen (5 - 10 % der Fläche)
    • Auf nassen Böden keine schweren Maschinen einsetzen
    • Auf Mähaufbereiter verzichten und Messerbalken dem Rotationsmähwerk vorziehen
    • Höchstmögliche Schnitthöhe zur Schonung der Tiere einstellen

     

    Last update : 02.02.2018