Säume auf Ackerfläche

Säume auf Ackerflächen sind mehrjährige mit einheimschen Wildkräutern angesäte oder bewachsene Streifen.

Im Gegensatz zu Brachen enthalten die Saummischungen Gräser, denn sie sind als dauerhafte Strukturen gedacht. Zudem ist neben einer Mischung für trockene bis frische Böden auch eine Mischungen für Feucht- bis Nassstandorte erhältlich, welche z. B. an Standorten angewendet werden kann, die zu feucht für eine Brache sind.

Als dauerhaftes Element dient der Saum als Nahrungsquelle, Rückzugs- und Überwinterungsort für viele Nützlinge und ist als lineares Element wichtig für die Vernetzung der natürlichen Lebensräume.

Wichtigste Voraussetzungen und Auflagen gemäss DZV

Qualitätsstufe I

Standort

 

  • Talgebiet (TZ, HZ) oder Bergzone I und II
  • Vor der Aussaat als Acker bzw. Kunstwiese genutzt oder mit Dauerkulturen belegt

 

Streifenbreite

 

  • Mittlere maximale Breite: 12 m

 

Ansaat

 

  • Vom BLW empfohlene Saatmischungen mit einheimschen Wildkräutern oder -gräsern verwenden

 

Düngung

 

  • Keine

 

Pflanzenschutzmittel

 

  • Keine, Nesterbehandlung von Problempflanzen (einige m2!) möglich

 

Pflege

 

  • Reinigungsschnitte im ersten Jahr bei grossem Unkrautdruck erlaubt
  • Die Hälfte des Saums muss alternierend einmal jährlich geschnitten werden
  • Schnittgut muss nicht abgeführt werden
  • Mulchen erlaubt

 

Verpflichtungsdauer

 

  • Mindestens 2 Vegetationsperioden am gleichen Standort

 

Ausschlusskriterien

 

  • Winde: Deckungsgrad mehr als 33 % der Gesamtfläche oder
  • Quecke: Deckungsgrade mehr als 33 % der Gesamtfläche oder
  • Blacke: mehr als 20 Pflanzen pro Are oder
  • Ackerkratzdisteln: mehr als 1 Nest pro Are (=5 Triebe pro 10 m²) oder
  • Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia): Nulltoleranz (Melde- und Bekämpfungspflicht)

 

Beiträge

 

 

Geeignete Standorte

 

  • Trockene bis frische sowie feuchte bis nasse Böden
  • Standorte mit starkem Unkrautdruck oder viel Schatten vermeiden
  • Nicht in der Nähe von Obstgärten (Feldmäuse)

 

Massnahmen für Flora und Fauna

 

  • Möglichst lange am selben Standort lassen
  • In Längsrichtung mähen
  • Guter Schnittzeitpunkt ist die zweite Augusthälfte
  • Säume zwischen zwei Ackerflächen schützen die Tiere vor Störungen
  • Nicht entlang einer stark befahrenen Strasse anlegen

 

Last update : 05.02.2018